Vorlage · Checkliste & Prüfung

    DSGVO-Checkliste für die KI-Einführung

    28 Prüfpunkte in 6 Clustern. Wer alle Punkte sauber beantworten kann, hat eine DSGVO-konforme KI-Einführung. Wer mehrere offen lässt, baut Risiken in das eigene Unternehmen — die spätestens bei einer Aufsichts-Anfrage teuer werden.

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    Warum eine strukturierte Checkliste?

    DSGVO-Compliance bei KI-Anwendungen ist nicht binär, sondern punktuell: viele Einzelpunkte müssen passen. Wer nur ein paar prüft („AVV haben wir, passt“), übersieht systematisch die Hälfte. Die Checkliste zwingt zur vollständigen Abarbeitung.

    Aufsichtsbehörden gehen bei Anfragen ähnlich vor: ein strukturierter Fragebogen mit etwa 30 Punkten. Wer die internen Antworten parat hat, antwortet in 2 Tagen. Wer nicht, braucht Wochen — und gibt durch jede Verzögerung mehr Anlass zur Vertiefung.

    Cluster 1: Rechtsgrundlage (5 Punkte)

    1. Welche Datenkategorien werden verarbeitet? Personenbezogen ja/nein? Besondere Kategorien (Gesundheit, Religion, Gewerkschaft) ja/nein?
    2. Welche Rechtsgrundlage greift? Vertragserfüllung (Art. 6 (1) b), berechtigtes Interesse (Art. 6 (1) f) mit Interessenabwägung, Einwilligung (Art. 6 (1) a), gesetzliche Pflicht?
    3. Bei berechtigtem Interesse: dokumentierte Interessenabwägung vorhanden?
    4. Bei Einwilligung: aktiv, informiert, granular, widerrufbar dokumentiert?
    5. Zweckbindung: ist der KI-Einsatz vom ursprünglichen Erhebungszweck gedeckt?

    Cluster 2: AVV & Verträge (4 Punkte)

    1. AVV mit dem LLM-Anbieter (OpenAI / Anthropic / Mistral / Google) abgeschlossen und Stand 2026?
    2. Zero-Data-Retention oder zumindest „kein Training auf unseren Daten“ vertraglich vereinbart?
    3. Sub-Auftragnehmer-Liste vorhanden und Veränderungen melden vereinbart?
    4. Audit-Rechte wirksam vereinbart (Art. 28 Abs. 3 lit. h)?

    Cluster 3: Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) (5 Punkte)

    1. DPIA-Pflicht geprüft nach Art. 35 DSGVO und Liste der Aufsichtsbehörden? KI fällt fast immer unter eine der DPIA-Kategorien.
    2. Risiken systematisch erhoben (Modellfehler, Halluzination, Bias, Datenlecks, Re-Identifikation)?
    3. Schwellwertanalyse (Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadenshöhe) dokumentiert?
    4. Mitigationsmaßnahmen definiert und Wirksamkeit bewertet?
    5. DPIA durch DSB freigegeben oder bei Restrisiko vorab Aufsicht konsultiert (Art. 36)?

    Cluster 4: Drittlandtransfer (4 Punkte)

    1. Datenflüsse-Mapping: wo gehen die Daten hin? Server-Standort, Verarbeitungsort, ggf. Support-Zugriffe?
    2. Bei US-Anbietern: EU-US Data Privacy Framework-Zertifizierung des Anbieters geprüft?
    3. Standardvertragsklauseln (SCC) aktualisierte Version (2021er Module) abgeschlossen?
    4. Transfer Impact Assessment (TIA) dokumentiert mit Schrems II-Mapping? Mehr im Schrems-II-Glossareintrag.

    Cluster 5: Betroffenenrechte (4 Punkte)

    1. Auskunftsrecht (Art. 15): Prozess vorhanden, der KI-bezogene Daten reproduzieren kann?
    2. Löschrecht (Art. 17): Lösch-Verfahren in Vektor-Datenbank, Logs, Trainings-Caches durchgängig?
    3. Recht auf Erklärung bei automatisierten Einzelentscheidungen (Art. 22): erklärbar gemacht oder bewusst Mensch-im-Loop eingebaut?
    4. Datenschutzhinweise: KI-Einsatz transparent in Datenschutzerklärung beschrieben?

    Cluster 6: Dokumentation & Governance (6 Punkte)

    1. Verarbeitungsverzeichnis (Art. 30): KI-Anwendung mit allen Pflichtangaben eingetragen?
    2. KI-Inventar: alle eingesetzten Tools (auch Schatten-IT) erfasst und klassifiziert?
    3. Mitarbeiter-Schulung: dokumentierte DSGVO-Schulung speziell für KI-Nutzung erfolgt?
    4. Verbotene Eingaben: Negativliste sensibler Daten kommuniziert (Gehalts-, Gesundheits-, Strafrechtsdaten)?
    5. Vorfall-Meldeprozess: Verfahren für Datenpannen mit KI-Bezug definiert (72-Stunden-Frist Art. 33)?
    6. Regelmäßige Überprüfung: jährlicher DSGVO-Review der KI-Anwendungen geplant?

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    Wir senden Ihnen die vollständige Checkliste als PDF (28 Seiten mit Erläuterungen, Best Practices und Mitigationsbeispielen) plus Excel-Tracker kostenfrei per E-Mail. Anfrage über die kostenfreie Potenzialanalyse mit Stichwort „DSGVO-Checkliste“.

    Wenn Sie Unterstützung beim Durcharbeiten brauchen, ist unser KI-Audit die strukturierte Antwort — Compliance-Cluster ist der Kern jedes Audits.

    Häufig gestellte Fragen

    Reichen 28 Prüfpunkte für jede KI-Einführung?
    Für 80 % der Mittelstands-Cases ja. Bei Hochrisiko-KI nach EU AI Act (Kreditscoring, HR-Entscheidungen, Kritische Infrastruktur) kommen weitere ca. 15 Prüfpunkte hinzu — die werden in einem separaten Compliance-Check abgearbeitet.
    Wer sollte die Checkliste durchgehen?
    Federführend Datenschutzbeauftragter (DSB) oder externe DPO. Mit Beteiligung von IT (technische Punkte), Fachbereich (Use-Case-Spezifika) und Geschäftsführung (Risiko-Akzeptanz). Idealerweise im Rahmen eines 2-stündigen Workshops.
    Was, wenn wir Punkte nicht erfüllen?
    Drei Optionen: (1) Mitigationsmaßnahme einführen (z. B. AVV nachverhandeln, Pseudonymisierung), (2) Use-Case-Anpassung (z. B. weniger sensible Daten verwenden), (3) Risiko bewusst akzeptieren und dokumentieren. Wichtig: keine Selbsttäuschung — offene Punkte sind keine erfüllten Punkte.
    Hilft die Checkliste auch bei Bestandssystemen?
    Ja, sogar besonders. Schatten-IT-KI ist 2026 das größte ungemanagte Risiko. Wir empfehlen, die Checkliste retrospektiv für jedes bereits eingesetzte KI-Tool anzuwenden — am effektivsten im Rahmen unseres KI-Audits.

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