Vorlage · Ausschreibung & RFP

    RFP-Vorlage für KI-Beratungs-Ausschreibungen

    Eine professionelle Ausschreibung trennt seriöse KI-Berater von Vapor-Anbietern in 30 Minuten. Diese Vorlage liefert Ihnen die 12 Pflicht-Sektionen, eine gewichtete Bewertungsmatrix und einen Fragenkatalog, der die wirklich entscheidenden Antworten erzwingt.

    30 Tage
    zum ersten Pilot
    Ø 40 %
    weniger manuelle Arbeit
    100 %
    Hosting in Deutschland
    DSGVO + EU AI Act
    konform implementiert

    Warum eine RFP — auch für kleine Projekte

    Drei Funktionen einer RFP, die jedes KI-Projekt produktiver machen:

    • Selbstklärung: die Disziplin, eigene Anforderungen schriftlich zu fixieren, deckt Unklarheiten auf, bevor sie zu teuren Change Requests werden.
    • Anbieter-Filter: seriöse Berater investieren Zeit in eine ordentliche Antwort. Vapor-Anbieter springen ab oder liefern erkennbare Boilerplate. Die RFP ist Ihr erster Qualitäts-Filter.
    • Vergleichbarkeit: ohne strukturierte Anfrage vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Mit RFP haben alle Antworten dieselbe Struktur — direkter Side-by-Side-Vergleich möglich.

    Die 12 Pflicht-Sektionen

    1. Unternehmenskontext (1 Seite): Branche, Größe, Standorte, Geschäftsmodell, IT-Landschaft in Stichpunkten. Kein Marketing — reine Faktenbasis.
    2. Strategischer Kontext: warum jetzt KI? Welche Geschäftsziele? Welcher Auslöser (Margendruck, Wachstum, Compliance, Wettbewerb)?
    3. Konkreter Scope: 1–3 Use Cases mit aktuellem Prozess, Pain Point, Zielzustand. Je konkreter, desto besser die Angebote.
    4. Erfolgskriterien: messbare KPIs (z. B. „Bearbeitungszeit pro Angebot von X auf Y Stunden“). Kein „Effizienz steigern“.
    5. Daten- und IT-Kontext: welche Systeme? Welche Datenquellen? Datenschutz-Constraints? On-Premise-Pflicht oder Cloud erlaubt?
    6. Compliance-Anforderungen: DSGVO, EU AI Act, branchenspezifisch (BAIT/VAIT/MaRisk, MPDG etc.). Mehr unter DSGVO-konforme KI.
    7. Zeitschiene: gewünschter Projektstart, Meilensteine, Endtermin. Realistisch — nicht „in 4 Wochen produktiv“ für komplexe Cases.
    8. Budget-Range: ehrliche Spanne (z. B. „60.000–120.000 € für Pilot inkl. 6 Monate Betrieb“). Verhindert sinnloses Angebote-Schreiben.
    9. Anbieter-Anforderungen: Mindest-Erfahrung, Referenzen, Branche, Methodik, Team-Profile.
    10. Pflicht-Antworten (Fragenkatalog): siehe nächste Sektion.
    11. Vertragsrahmen: AGB-Hinweis, Geheimhaltung, Haftung, IP-Klärung.
    12. Auswahlprozess: Frist, Bewertungskriterien, Termine für Klärungsgespräche, Entscheidungsdatum.

    Anbieter-Fragenkatalog — die 15 entscheidenden Fragen

    1. Bitte beschreiben Sie 3 vergleichbare Mandate mit Branche, Use Case, Ergebnis, Investment-Range.
    2. Welches konkrete Team würde unser Mandat bearbeiten? Bitte CVs der Senior-Berater.
    3. Welche Methodik nutzen Sie für Use-Case-Priorisierung?
    4. Wie sieht Ihre Eval-Pipeline aus — wie messen Sie KI-Qualität?
    5. Welche LLM-Anbieter empfehlen Sie für unseren Case und warum (siehe LLM-Vergleich)?
    6. Wie konkret stellen Sie DSGVO-Konformität sicher? Bitte Referenz-AVV.
    7. Wie ordnen Sie unser Vorhaben im EU AI Act ein? Hochrisiko ja/nein?
    8. Bitte konkrete Aufwand-Schätzung in Personentagen, gesplittet nach Discovery / Implementation / Test / Übergabe / Hypercare.
    9. Welche Förderprogramme passen — bitte mit konkreter Schätzung erreichbarer Zuschuss.
    10. Wie sieht Ihr Eskalationspfad bei Modell-Anomalien oder Fehlverhalten aus?
    11. Welche Schulungen sind im Angebot enthalten?
    12. Wie viele Tage Hypercare nach Go-Live? Was ist inkludiert?
    13. Was sind die laufenden Betriebskosten — bitte für 24 Monate aufgeschlüsselt.
    14. Welche Vendor-Lock-in-Risiken sehen Sie und wie mitigieren Sie diese?
    15. Welche zwei häufigsten Fehler sehen Sie bei vergleichbaren Projekten?

    Bewertungsmatrix — 8 Kriterien gewichtet

    Vor Versand der RFP intern einigen, wie Sie bewerten. Empfohlene Standard-Gewichtung (Summe = 100 %):

    • Use-Case-Verständnis — 20 % (wie tief geht der Anbieter auf Ihre konkrete Situation ein)
    • Methodik & Prozess — 15 %
    • Team-Profile & Senior-Anteil — 15 %
    • Branchenerfahrung & Referenzen — 10 %
    • Compliance-Tiefe (DSGVO, EU AI Act) — 10 %
    • Preis-Leistung (nicht nur Preis!) — 15 %
    • Vendor-Lock-in-Vermeidung — 5 %
    • Persönliche Passung / Chemie — 10 %

    Rote Flaggen in Angeboten

    • Marketing-Boilerplate ohne Use-Case-Bezug — der Anbieter hat Ihre RFP nicht ernsthaft gelesen.
    • Anonyme Teams — „erfahrene Berater“ ohne CVs ist ein klares Warnsignal.
    • Aktivitäts-Beschreibungen statt Erfolgsmetriken — „wir entwickeln eine Lösung“ sagt nichts über Ergebnis.
    • Fehlende Eval-Methodik — wer keine Eval-Pipeline hat, kann KI-Qualität nicht steuern.
    • Sehr niedriger Preis — KI-Pilotprojekte unter 25.000 € sind in 90 % der Fälle zu klein für seriöse Implementierung.
    • Sehr hoher Preis ohne Begründung — wenn die Aufwand-Aufschlüsselung fehlt, fehlt die Disziplin.
    • Keine konkrete LLM-Empfehlung — wer „verschiedene Optionen prüfen“ sagt, hat keine Erfahrung.
    • Fehlende Förder-Beratung — bis zu 50 % verschenktes Geld, wenn der Anbieter das nicht von sich aus thematisiert.

    Vollständige Vorlage anfordern

    Wir senden Ihnen die vollständige RFP-Vorlage als Word-Dokument (28 Seiten) inkl. Bewertungsmatrix als Excel kostenfrei zu. Anfrage über die kostenfreie Potenzialanalyse mit Stichwort „RFP-Vorlage“ — Versand per E-Mail innerhalb von 24 Stunden.

    Wenn Sie statt einer RFP einen strukturierten Klärungsprozess bevorzugen, ist unser Discovery-Workshop oft die schnellere und günstigere Alternative.

    Häufig gestellte Fragen

    Brauchen wir wirklich eine RFP für ein 30.000-€-Projekt?
    Ja. Eine RFP zwingt Sie und die Anbieter zu Klarheit über Scope, Erfolgskriterien, Daten- und Hosting-Vorgaben. Selbst bei kleinen Projekten verhindert sie spätere Streitigkeiten über „Was war eigentlich vereinbart“. Aufwand: 4–8 Stunden — Schaden bei fehlender RFP: oft 5-stellig.
    Wie viele Anbieter sollen wir anfragen?
    3–5 ist die Best-Practice. Weniger gibt zu wenig Vergleich, mehr verbraucht Ihre Auswertungszeit überproportional. Wichtig: vorab grobe Vorauswahl per Recherche und kurzem Telefonat — wer offensichtlich nicht passt, soll keine RFP bekommen.
    Welche Frist ist realistisch?
    Für Pilotprojekte 14–21 Tage von RFP-Versand bis Angebotsabgabe. Für komplexere Multi-Use-Case-Mandate 28–35 Tage. Kürzer als 10 Tage wirkt unprofessionell und filtert seriöse Anbieter (die bereits ausgelastet sind) heraus.
    Sollen wir Honorar-Range nennen?
    Empfehlung: ja. Das verhindert sinnloses Angebote-Schreiben für nicht passende Budgets und beschleunigt den Prozess. Bei Discovery-Workshops und Audits funktioniert auch reine Pauschal-Anfrage.
    Wie unterscheiden wir gute von schwachen Angeboten?
    Drei Indikatoren: (1) wird auf Ihre konkreten Use Cases eingegangen oder bekommen Sie Marketing-Boilerplate? (2) gibt es klare Erfolgsmetriken im Angebot oder nur Aktivitäts-Beschreibungen? (3) ist das Team namentlich genannt mit echten Lebensläufen oder bleibt es anonym? Mehr in der Bewertungsmatrix unten.

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    • Konkrete Roadmap mit Aufwandsschätzung
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